Schmuck wie Poesie
Unbeschwert, duftig, schwebend, zart, – die ätherischen Colliers der Schmuckdesignerin Hilde Janich scheinen geradewegs aus dem Reich der Märchen zu kommen. Doch so anmutig und feenhaft ihre Schmuckgebilde aus Pergament auch scheinen mögen, sie sind aus einem eher rustikalen Material mit langer Handwerkstradition gefertigt und laut Künstlerin im Gebrauch wesentlich robuster, als man vermutet.
[Bild nicht gefunden]Bevor es durch das deutlich wirtschaftlicher herzustellende Papier abgelöst wurde, diente Pergament, sozusagen ein transparentes, hauchdünn bearbeitetes Leder, im mittelalterlichen Europa jahrhundertelang als Stoff , aus dem die Seiten handgeschriebener Bücher geschaffen wurden.
Mit diesem edlen Material hat Hilde Janich eine ganz eigene Handschrift für ihre Schmuckkreationen entwickelt. Das Zufällige am Wegesrand – ein sich kringelnder Haselstrauch oder wirbelndes Herbstlaub – dient ihr als Vorlage für neue Formen und Kompositionen.
Was man den Ketten nicht ansieht: So leicht und beschwingt sie wirken, der Arbeitsaufwand, speziell wenn es um neue Formen geht, ist oft enorm und erfordert tagelanges Experimentieren, Verwerfen und Perfektionieren.
[Bild nicht gefunden]Doch das Ergebnis lohnt die Mühe: Jedes Schmuckstück ist einzigartig lebendig, farblich und formal in sich stimmig. Hilde Janich sagt zu ihrer Arbeit: «Wenn ich Stücke erfinde, sind sie zunächst oft wie Lebewesen für mich. Ich spüre regelrecht ihren Atem, ihr Pulsieren und ihre Bereitschaft sich zu wandeln, mir ihre verschiedenen Gesichter oder Facetten zu zeigen.«
Wir präsentieren momentan verschiedene Stücke dieser Schmuckpoesie in den lichten Farben von Frühling und Sommer im dreiraum.
- 23. März 2009
- Allgemein
- kein Kommentar
